LLM-Tools wie ChatGPT, DeepL oder die über das Betriebssystem verfügbare Wortersetzung gehören für Kreative längst zum Alltag. Wie weit ‚dürfen‘ wir aber in unserer Arbeit beim Thema KI aus moralischer Sicht gehen, insbesondere in Bezug auf generative Systeme? Da die Modelle auf den Arbeiten zahlloser Kreativer trainiert wurden, bedient man sich letztlich fremder schöpferischer Leistungen – während man ebenso seiner eigenen beraubt wird. Als Geschäftsführer einer Type-Foundry werde ich mit dieser Frage regelmäßig konfrontiert, für eine Beantwortung hatte ich mich bislang nicht intensiv genug damit auseinandergesetzt. Das Ordnen meiner Gedanken ist der Versuch, mich einer Antwort darauf zu nähern.